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Vlach Quartett Prag

  • Jana Vlachová - Violine
  • Karel Stadtherr - Violine
  • Jiří Kabát - Viola
  • Mikael Ericsson - Violoncello

1982 gründete die tschechische Geigerin Jana Vlachová das Vlach Quartett Prag (Vlachovo kvarteto Praha), aber die Geschichte dieses Ensembles reicht zurück bis in das Jahr 1949, als ihr Vater, der bedeutende Geiger, Dirigent und Pädagoge Josef Vlach, gemeinsam mit Musikern des Tschechischen Kammerorchesters das erste, das ursprüngliche Vlach Quartett ins Leben rief und in den folgenden Jahrzehnten, bis 1975, mit Aufführungen und Aufnahmen der klassischen wie der tschechischen Quartettliteratur Interpretationsgeschichte schrieb: Das charakteristische, unerhört textgenaue, kraftvolle und rhythmisch dezidierte Spiel des in wechselnden Besetzungen musizierenden Streichquartetts wurde international gerühmt und bewundert. Das Neue Vlach Quartett (Nové Vlachovo kvarteto), wie sich die Neugründung zunächst nannte, konnte bald schon – aktiv gefördert und klug beraten durch Josef Vlach, den Vater, Mentor und Namenspatron – an die grosse tschechische Tradition der ersten Gründergeneration anknüpfen, einen unver-wechselbar individuellen Ton und Klang ausprägen und das überlieferte Repertoire in alle geographischen und musikhistorischen Richtungen ausweiten. Nach einem Meisterkurs beim renommierten Melos Quartett stellten die Lehrmeister ihren jungen Kollegen das denkbar beste Zeugnis aus: «Jana Vlachová, Primaria des Quartetts, strahlt ein besonderes Charisma aus, sie zieht die Hörer in ihren Bann und begeistert das Ensemble zu einem Spiel von vollkommener Harmonie. Diese Homogenität wird von den musikalisch meisterlich geführten Mittelstimmen noch verstärkt und in idealer Weise ergänzt durch den Cellisten Mikael Ericsson.»

Bereits 1983 wurden Jana Vlachová und ihre Musiker beim Tschechischen Streichquartett-Wettbewerb in Kromĕříž mit dem Preis für die beste Interpretation einer zeitgenössischen tschechischen Komposition geehrt; 1985 folgte eine Auszeichnung (als bestes Streichquartett der europäischen Konkurrenz) bei der International String Quartet Competition im englischen Portsmouth, 1991 der Preis des Tschechischen Kammermusikverbands, 1992 der Preis des Tschechischen Musikfonds für eine CD mit Streichquartetten von Smetana («Aus meinem Leben») und Janáček («Intime Briefe»). Das Vlach Quartett Prag begann 1995 mit einem langfristigen Aufnahmeprojekt bei der Schallplattenfirma Naxos, einer Gesamteinspielung der Kammermusik von Antonín Dvořák. Nach der Veröffentlichung der Streichquartette in f-Moll op. 9 und a-Moll op. 16 schrieb das britische Magazin «Gramophone» im November 1999, die Wahl dieser CD sei nahezu eine Pflicht für jeden neugierigen «Dvořákianer». Im Oktober 2000 empfing das Vlach Quartett Prag gemeinsam mit dem Klarinettisten Dieter Klöcker für ihre bei cpo erschienene Aufnahme «Esquisses Hébraïques – Clarinet Quintets on Jewish Themes» einen der begehrten Jahrespreise des Preises der deutschen Schallplattenkritik. Im Text der Ehrenurkunde heisst es zur Begründung: «Klöcker und dem phänomenalen Prager Vlach Quartett gelingt es in geradezu atemberaubender Art und Weise, diesen ganz eigenen musikalischen Kosmos zum Klingen zu bringen. Ein vom ersten bis zum letzten Ton packendes Musikereignis!»

Das Vlach Quartett Prag gibt Konzerte in ganz Europa, die vom Bayerischen Rundfunk, dem SWR, Danmarks Radio und Radio France ausgestrahlt werden; das Tschechische Fernsehen widmete dem Vlach Quartett, dem alten wie dem neuen, eine eigene Filmdokumentation. Neben seinen überaus erfolgreichen Auftritten bei Musikfestspielen in Deutschland, Schweden, Dänemark, Griechenland und Luxemburg unternahm das Quartett Tourneen in die Vereinigten Staaten, nach Neuseeland und Japan – das japanische Debütkonzert wurde sogar von NHK, dem grössten Fernsehsender des Landes, übertragen. 1997 musizierten die Vlachs in der japanischen Universitätsstadt Gifu als «quartet-in-residence». Ihr erstes Konzert in New York, im Juli 2004, rühmte die Fachzeitschrift «The Strad» unter der Überschrift «Vlach magic» als eines der «musical highlights» der Saison. Das Vlach Quartett Prag zähle zu den besten in der Welt: «Intonation und Klang des Ensembles erreichen nahezu den Grad der Vollkommenheit, ein glasklarer Ton, doch niemals hart oder grell.» Und nach dem kalifornischen Debüt im Februar 2005 schwärmte die «Los Angeles Times» von dem «legendären mitteleuropäischen Stil und leidenschaftlichen, dunklen, reichen Klangcharakter» des Vlach Quartetts Prag: «Nationale Eigenarten der Spielkultur überleben auch in einer unaufhaltsam vereinheitlichten Welt.» In ihrer Interpretation des G-Dur-Quartetts op. 106 von Antonín Dvořák hätten die vier Musiker eine «gewaltige symphonische Landschaft» entworfen

Im Jahre 2004 Vlach Quartett Prag als "Quartet-in-Residence" in Schengen, Luxemburg.

Antonín Dvořák, Bedřich Smetana, Leoš Janáček und Bohuslav Martinů – die wegweisenden tschechischen Komponisten stehen natürlich im Zentrum der Konzerte, der Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen des Prager Vlach Quartetts. Und selbstverständlich auch die Klassiker der Quartettgeschichte, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms – bis zu Bartók und Schostakowitsch. Aber die Programme des Vlach Quartetts Prag umfassen ausserdem manche Überraschung, Raritäten, Ausgrabungen und Entdeckungen – wie die Streichquartette von Arriaga, Fernström oder Fuchs. Mit befreundeten Musikern, der Cellistin Maria Kliegel, den Pianisten Jenö Jandó, Ivan Klánský und Helena Suchárová, den Klarinettisten Eduard Brunner und Dieter Klöcker, dem Gitarristen Maximilian Mangold, musizieren die Vlachs auch Quartette und Quintette in variablen Besetzungen und bereichern ihr Repertoire um selten aufgeführte Werke der Kammermusik. Als Pädagogen hat das Vlach Quartet Prag  Interpretationskursen an der Musikhochschule im schwedischen Ingesund und Göteborg und an  Musikhochschulen in USA und Japan geleitet.

2009 - Einladung zum regelmäßigen Konzertieren auf einmaligen Instrumenten von A.Stradivari der königlichen Sammlung im Palácio Reál in Madrid

 


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